Für mich als Koch hat die Saison der Lebensmittel oberste Priorität. Und doch muss ich manchmal auch nach vorne blicken – gerade dann, wenn ich etwas besonderes haben möchte, und die Gelegenheit dafür „günstig“ ist. So war es in dieser Woche.
Im August habe ich mit der Bäuerin gesprochen, aus deren Hofmolkerei in Beckum wir unsere Milch und den Joghurt beziehen. Sie züchtet zusammen mit ihrem Mann auch Duroc Schweine auf Stroh. Eins davon wurde am vergangenen Montag in Hovestadt geschlachtet. Die beiden Schinken habe ich mir gesichert und direkt eingesalzen. Mitte Oktober gebe ich sie zu unserem Dorfmetzger zum Räuchern. Danach lasse ich sie bis Mai nächsten Jahres lufttrocknen. Sie sind dann nur noch gut halb so schwer wie am Anfang. Und wenn der heimische Spargel gestochen wird, kann ich den ersten Schinken anschneiden – weil ich vorgesorgt habe 😊.