Es gibt Termine, die nehme ich einfach gerne wahr. Dazu gehört die alljährlich stattfindende Messe ProWein in Düsseldorf. Dafür geht in der Regel der „freie Montag“ drauf. In diesem Jahr bin ich allerdings am Sonntag dort gewesen – quasi dienstlich 😊. In den Tagen zuvor habe ich mich schon darauf vorbereitet und geschaut, wo die Winzer anzutreffen sind, die ich aufsuchen wollte. Das war eine lange Liste, wobei einiges nur optional, anderes aber gesetzt war. Allein unterwegs habe ich mich allerdings einfach treiben lassen und längst nicht alles wahrgenommen. Aber bei den Winzern, die ich aufgesucht habe, lag die Wiedersehensfreude auf beiden Seiten. Ein Gefühl von gegenseitiger Wertschätzung. Und das wurde auch ausgekostet. Deren Früchte der Arbeit. Der neueste Jahrgang kam ins Glas, aber auch Überraschendes, nicht unbedingt Selbstverständliches. Feiner Winzersekt, gereifte Tropfen, Große Gewächse und Edelsüßes. Das war ein Besuch bei Freunden – genussvoll, informativ, inspirierend. Den Spirit der Winzerinnen und Winzer, mit dem sie jeden Tag ans Werk gehen, obwohl deren Rahmenbedingungen sich deutlich in der letzten Zeit verschlechtert haben, hat auch mir den Tank wieder vollgemacht. Und ich hatte das Gefühl, dass war umgekehrt genauso.
So können Früchte der Arbeit auf eine ganz besondere Art wirken.