Beim Mittagessen im Garten fiel mein Blick auf den riesigen Holunderbusch, nicht weit von unserem Sitzplatz entfernt. Er stand in voller Blüte. Ich dachte sofort an gebackene Holunderblüten, Holunderblütengelee und – saft, aber auch an die dunkelroten Beeren für herrliche Wildsaucen im Herbst, Kaltschalen, Sorbets oder Eiscreme.
Schließlich musste ich mich entscheiden, ob weiße oder rote Ernte. Im vergangenen Jahr hatte ich die Blütenernte verpasst. Also entschied ich mich für weiß. Schon nach kurzer Zeit war mein großer Eimer übervoll. Es ist jedes Mal besonders, wenn ich etwas aus der Natur ernte und dann direkt in meiner Küche weiterverarbeite.
Mit Apfelsaft aufgefüllt extrahieren die weißen Blüten nun für 4 Tage abgedunkelt im Kühlhaus. Dadurch bekommt der Extrakt neben den floralen Noten noch zusätzlich eine fruchtig säuerliche Komponente. Einen Teil davon werde ich einwecken, aus dem größeren aber Holunderblüten Gelee herstellen. Mal schauen, ob es das, aus dem Schnee von heute, auch noch im Winter gibt.